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Das politische System und die Parteienlandschaft Italiens

Description:  Italien ist eine Parlamentarische Republik. Politische Parteien. Das politische System.
Author:Jens Engelhardt
deutsch
  
ISBN: 3150105587   ISBN: 3150105587   ISBN: 3150105587   ISBN: 3150105587 
 
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Das politische System und die Parteienlandschaft Italiens



1. Das politische System

a) Die Volksvertretung
Italien ist eine Parlamentarische Republik. Die Volksvertretung besteht aus dem Senat mit 320 Mitgliedern und der Abgeordnetenkammer mit maximal 630 Mitgliedern.
Die Mitglieder der Abgeordnetenkammer werden nach personalisiertem Verhältniswahlrecht für 5 Jahre gewählt. Die Erststimme entscheidet über 475 Abgeordnete nach Mehrheitswahl in Wahlkreisen, die Zeitstimme entscheidet über 155 Sitze nach Verhältniswahl. Für jede Partei oder Gruppierung werden alle Zweitstimmenergebnisse addiert. Von diesem Gesamtwert wird die Summe der für den Gewinn des Wahlkreises notwendigen Stimmen abgezogen.
Die Mitglieder des Senats müssen mindestens 40 Jahre alt sein, die Wähler mindestens 25. Die Abgeordneten werden auf 5 Jahre gewählt. Ehemalige Präsidenten sind Senatoren auf Lebenszeit.

b) Das Staatsoberhaupt und die Regierung
Staatsoberhaupt ist der Präsident der Republik, derzeit Carlo Azeglio Ciampi. Er wird vom gesamten Parlament und je 3 Delegierten der 20 Regionen auf 7 Jahre gewählt. Er hat ein aufschiebendes Vetorecht, ist Oberbefehlshaber der Streitkräfte, kann das Parlament auflösen und sitzt dem Obersten Rat des Richterstandes vor.

Chef der Regierung ist der Ministerpräsident, derzeit Massimo D'Alema. Sowohl der Ministerpräsident als auch die Minister werden vom Staatspräsidenten ernannt und bilden den Ministerrat.

Häufige Regierungswechsel waren und sind die Regel, auch in Perioden relativer Stabilität.


2. Politische Parteien

Das Vielparteiensystem ist Ausdruck der tiefen ideologischen und sozialen Gegensätze im Lande.
Bis 1993 bildeten drei Parteien ein festes Machtgefüge: Democrazia Cristiana (DC), Partito Comunista Italiano (PCI), Partito Socialista Italiano.

Nachdem 1993 die seit 1948 regierende Partei Democrazia Cristiana (DC) ihre Macht verlor und sich auflöste bzw. sich in Partito Popolare Italiano (PPI) verwandelte, gewann bei den neuen Wahlen im März 1994 die Mitte-Rechts-Allianz (sog. „Polo“) Berlusconis. Die Regierung Berlusconis (Lega Nord, Forza Italia, Alleanza Nazionale) blieb vom Mai 1994 bis Dezember 1994 an der Macht. Im Dezember wurde Berlusconi durch Umberto Bossis Austritt aus der Regierungskoalition zum Rücktritt gezwungen und der parteilose ehemalige Wirtschaftsminister Lamberto Dini wurde zu seinem Nachfolger. Ein Jahr lang blieb Dini an der Regierung bis dann im April 1996 das linke Wahlbündnis unter Romano Prodi und Massimo D´Alema die Wahlen gewann. Nachdem bis September 1998 Romano Prodi an der Spitze dieser Regierung stand, hat im Oktober 1998 Massimo D´Alema das Amt des Ministerpräsidenten übernommen.
  
Kleine italienische Geschichte
Siehe auch:
Geschichte Italiens
Kleine Geschichte Italiens: Von 1943 bis zur Ära nach Berlusconi
Kleine Geschichte Frankreichs
Kleine Geschichte Polens
Kleine deutsche Geschichte
Kleine Geschichte der Türkei
 
   
 
     
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