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Das politische System und die Parteienlandschaft Italiens

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Democratici di Sinistra (DS) ist die zweite Partei, die zunächst als Parito Democratico della Sinistra (PDS), hervorging und sich dann DS nannte. Aufgrund des Wandels der letzten Jahrzehnte (Zusammenbruch des „realen Sozialismus“ in den mittel- und osteuropäischen Ländern) legte der PCI sein altes kommunistisches Gewand ab. Der DS bezeichnet sich als sozialdemokratische Reformpartei. Regierungschef D'Alema und seine Partei bemühen sich, auch im internationalen Dialog (mit Clinton, Schröder, Blair, Jospin), um den „Dritten Weg“.

Rifondazione Comunista (PRC): Aus der Spaltung innerhalb des Partito Comunista Italiano (PCI) gingen zwei Parteien hervor: die PRC, die ihre kommunistischen Ideale nicht aufgeben will und weiterhin die Politik des PCI vertritt. Parteipräsident ist Fausto Bertinotti.
Die PRC stützt das Bündnis „Ulivo“, und trug dazu bei, dass die Linke eine absolute Mehrheit in Senat und Kammer erreichte. Aus der PRC spaltete sich 1994 die Partei der Kommunisten Italiens (PdCI) unter dem Vorsitzenden Armando Cossutta ab.

Partito Popolare Italiano (PPI): Der PPI ist aus der Spaltung der DC hervorgegangen und steht für eine links orientierte katholische Politik. Der PPI verficht das Modell der sozialen Marktwirtschaft. 1996 wurde Romano Prodi von ihm im Wahlkampf unterstützt.

Lista Dini: Die im Februar 1996 vom damals geschäftsführenden Ministerpräsidenten Lamberto Dini gegründete Partei gehört dem Bündnis „Ulivo“ an und ist als linke Mitte einzuordnen.

Forza Italia: Der Medienunternehmer Silvio Berlusconi gründete im Jan. 1994 diese Sammelbewegung des Zentrums. Die Ziele der Forza Italia sind die Stärkung der Marktwirtschaft und des freien Unternehmens, Senkung der Steuern und Vereinfachung des Steuersystems, Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, Reorganisation der Verwaltung und effektive Bekämpfung der Kriminalität.

Alleanza Nazionale (AN): An der Spitze dieser Partei, die aus dem Movimento Sociale Italiano (MSI) hervorgegangen ist, steht Gianfranco Fini. Fini hat den Weg der Partei vom Neofaschismus zu einer demokratisch-rechten Gruppierung geebnet.
Ebenfalls aus dem MSI ist die neofaschistische Partei Fiamma Tricolore hervorgegangen.

Centro Cristiano Democratico (CCD): Auch sie ist eine Nachfolgepartei der DC. Sie hat sich nach deren Zerfall zur rechten Mitte hin orientiert. Sie gehört zum Mitte-Rechts-Lager des „Polo della Libertà“ neben Berlusconis Forza Italia und der postfaschistischen Alleanza Nazionale. An ihrer Spitze steht Casini.

Cristiani Democratici Uniti (CDU): Neben CCD und PPI sind die CDU unter Buttigliones Führung die dritte Nachfolgepartei der CD. Auch sie gehören dem rechten „Polo“ an.

  
Mussolinis Vorposten in Hitlers Reich. Italiens Politik in Berlin 1933-1945
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