Schwächen des italienischen Systems aus der Sicht
der Bürger
Die italienische Politik leidet unter einer
Vertrauenskrise in der Bevölkerung, die nicht nur die Parteien, sondern
auch die Institutionen des Zentralstaats betrifft. Das Parlament erhält
dabei die schlechtesten Noten, da sich die beiden Kammern in ihrer Funktion fast
nicht unterscheiden und völlig überfüllt wirken.
Aber nicht nur die Volksvertreter sorgen bei
den Bürgern für Verdruss, sondern auch die uneffektiven
öffentlichen Dienstleistungen, wie die Bereiche Transport und
Kommunikation. Ein weiteres Symbol für die Ineffizienz des italienischen
Staates ist die rückständige Bürokratie
Italiens.
Neben diesen Aspekten gibt es weitere
große Probleme im Bereich der Ausbildung. Die staatlichen
Universitäten bringen die höchste Zahl von Studienabbrechern in Europa
und zu wenig fachpraktisch ausgebildeten Nachwuchs hervor.
Für die Rentner sieht es nicht besser aus,
obwohl das Pensionssystem dem deutschen gleicht. Viele Menschen müssen mit
Renten auskommen, die das Existenzminimum bei weitem nicht
garantieren.
Hinzu kommt noch, dass der Staat die Steuern
ständig weiter in die Höhe treibt.
Quellen:
1. Aus
Politik und Zeitgeschichte, Beilage zur Wochenzeitung Das Parlament,
Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn, 03. Juli 1998
2. Informationen
zur politischen Bildung: Italien, Bundeszentrale für politische
Bildung, Bonn, 1982
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